Orangenstollen {Orange / Schokolade / Hefe / Mandeln}

 

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Der dritte Stollen im Bunde schmeckt intensiv nach Orange und Schokolade. Ein Schokokern wird von einem saftigen Orangenhefeteig umhüllt. Die Kombination von zartbitterer Schokolade und Orange überzeugt mich immer wieder und zusammen mit weihnachtlichen Gewürzen wie Zimt und Anis ist sie zu dieser Jaheszeit unschlagbar. Aber auch klassische Zutaten wie Orangeat und Mandeln fehlen in dieser Variante nicht. 

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Anbei also mein Rezept für einen nicht ganz alltäglichen Stollen, aber wer möchte schon immer Alltag haben? ;-)

Zutaten für den Hefeteig

  • 1 Würfel frische Hefe

  • 160ml lauwarme Milch

  • 120g Zucker

  • 500g Mehl

  • 3 Tl Stollengewürz

  • 1/2 Tl Salz

  • Abrieb von einer Bio Orange

  • 2 Eigelbe

  • 200g Butter

  • 1 Päckchen feingehacktes Orangeat

Zutaten für die Schkoladenschicht

  • 50g flüssige Butter

  • 100g geschälte gemahlene Mandeln

  • 80g geschmolzene zartbittere Schokolade

  • Abriebene Schale von 1/2 Bio Orange

Zutaten zum Fertigstellen

  • 80g geschmolzene Butter

  • 100g Puderzucker

Zubereitung

Hefe mit der lauwarmen Milch und 1 EL Zucker mischen und einen Moment stehen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl mit den übrigen Zutaten für den Hefeteig in eine Schüssel geben und die Hefemilch darüber schütten. Mit dem Knetharken eines Handrührers oder einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten. Den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort für mind. 1 Stunde gehen lassen. 

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Eine Stollenform mit Butter einfetten und leicht bemehlen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Nun den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Dabei sollte eine Seite die Länge der Stollenform haben. Für die Schokoschicht alle Zutaten mischen und gleichmäßig auf dem Hefeteig verteilen, wobei ein ca. 2 cm breiter Streifen am Rand der Seite freibleiben sollte, die der Länge nach der Backform entspricht. Den Hefeteig nun so falten, dass er in die Stollenform passt. Dabei sollte die Schokoladenschicht immer innen liegen. 

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Den Stollen mit der Form auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und für 45 Minuten backen. Die Stollenform entfernen und für weitere 10 Minuten backen. Die Oberfläche mit der Hälfte der geschmolzenen Butter einstreichen und kurz einziehen lassen. Die übrige Butter schmelzen, den Stollen damit einstreichen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

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Der Stollen lässt sich frisch verzehren, bleibt aber in einer luftdichten Dose auch einige Tage frisch. Wer den Stollen noch ein wenig lagern möchte, wickelt ihn in zwei Lagen Alufolie und lässt ihn an einem kühlen und dunklen Ort ruhen. Mit einem frischen Kaffee, evtl. etwas Butter bestrichen schmeckt der hervorragend zum weihnachtlichen oder adventlichen Kaffeestündlichen.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit und lasst es euch gut gehen.

Eure Tine

 

 

Mandelstollen {Kirsche / Mandel / Quark / Rum}

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Neben Hefestollen gehört der Quarkstollen zu den Klassikern und ist in unserer Familie auch eigentlich der Favorit. Es kommt allerdings darauf an, womit der aromatisiert wurde. ;-) Die Kombi aus Kirschen und Mandeln harmoniert ganz wunderbar und ist neben dem Birnenstollen vom Vorjahr mein absoluter Favorit. Habt ihr denn schon alle Weihnachtsgeschenke? Hier wird noch fleißig vorbereitet und organisiert, aber das ist jedes Jahr das gleiche obwohl ich es immer wieder anders plane.... Jetzt aber ist Stollzeit! 

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Zutaten für den Teig

  • 175g Butter
  • 100g Puderzucker
  • ½ Tl Salz
  • 250g getrocknete Soft-Kirschen
  • 200g ganze Mandeln
  • 2 El Rum
  • 3-4 Tl Stollengewürzmischung
  • 2 kleine Eier
  • 250g Magerquark
  • 500g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Zutaten für die Vollendung

  • 100g Puderzucker
  • 80g geschmolzene Butter

Zubereitung

Eine Stollenform mit Butter einfetten und leicht bemehlen. 175g weiche Butter mit dem Puderzucker und dem Salz schaumig rühren. Die Kirschen fein hacken und die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie beginnen zu duften. Die Mandeln aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Rum, Stollengewürz, Eier und Quark zu der Butter geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter die Eier-Butter-Masse rühren. Dabei nur kurz mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer arbeiten und den Rest mit einem Teigschaber unterarbeiten. Nun die Mandeln grob hacken und zusammen mit den Kirschen unter den Teig heben. Den Teig in eine Stollenform geben und die Oberfläche glätten.

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Den Stollen mit der Form auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und auf vorletzter Schiene für ca. 40 Minuten backen. Die Stollenform abnehmen und den Stollen für weitere 10 Minuten backen. Die Oberfläche mit der Hälfte der geschmolzenen Butter einstreichen und kurz einziehen lassen. Die übrige Butter schmelzen, den Stollen damit einstreichen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

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Der Stollen lässt sich frisch verzehren, aber ein paar Tage Ruhe, damit er Reifen kann tuen ihm gut. Dazu den Stollen in zwei Lagen Alufolie wickeln und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Mit einem frischen Kaffee, evtl. etwas Butter bestrichen schmeckt der Quarkstollen mit Kirschen und Mandeln hervorragend zum weihnachtlichen oder adventlichen Kaffeestündlichen.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit und lasst es euch gut gehen.

Eure Tine

 

 

Birnen-Mohn-Stollen {Birnen / Mohn / Quark / Mandeln}

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Weihnachtszeit ist ganz klar Stollenzeit! Im letzten Jahr hatten wir einen exotisch fruchtigen Ananas-Stollen, dem Kakaonibs das gewisse Etwas verliehen haben. In diesem Jahr habe ich mich für eine traditionellere Variante mit getrockneten Birnen, Mandeln und Mohn entschieden. Ich liebe Mohn und in dem Quarkstollen macht er sich ganz besonders gut.

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Der Stollen sollte nach dem Backen mindestens zwei Wochen im Keller lagern um dort zu "reifen" und seinen vollen Geschmack und Aroma zu entwickeln. 

Zutaten für den Stollen

  • 500g Weizenmehl Typ 550
  • 1 Päckchen Backpulver 
  • 1 Prise Salz  
  • 200g Rohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille
  • 2 El Rum
  • 2 Eier
  • 160g Butter
  • 250g Magerquark
  • 175g fein gehackte Birnen
  • 100g gehackte Mandeln
  • 200g backfertige Mohnfüllung (fertig gekauft oder nach diesem Rezept)

Zutaten für die Vollendung

  • 50g Puderzucker
  • 50g Butter

Zubereitung

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und eine Stollenform leicht fetten. Das Mehl mit dem Backpulver, Salz und Zucker vermischen. Butter schaumig schlagen, und mit Eiern, Quark, Vanille und dem Rum mischen. Statt des Rums eignet sich Birnensaft oder einfach Milch.

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Die Quarkmischung zum Mehl geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Zum Schluss knete ich kurz die gehackten Birnen und Mandeln unter. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dick ausrollen, dabei sollte die längere Seite der Länge der Stollenform entsprechen. Mit der Mohnfüllung bestreichen und von der längeren Seite her aufrollen. Den Stollen in die Form legen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen, so dass die Form den Teig bedeckt. Den Stollen mit der Form für ca. 45 Minuten im Ofen backen und anschließen für weitere 10 Minuten ohne Form fertig backen. Der Stollen sollte leicht hohl klingen, wenn man darauf klopft.

Den Stollen einen Moment abkühlen lassen und mehrfach mit der geschmolzenen Butter einstreichen. Wenn er etwas abgekühlt ist großzügig mit Puderzucker bestäuben. Sobald der Stollen vollständig ausgekühlt ist, in mehrere Lagen von Alufolie wickeln und im Keller oder an einem anderen kühlen Ort (kein Kühlschrank) für ca. 2 Wochen ruhen lassen.

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Den Stollen in Scheiben und frisch mit Puderzucker bestäubt servieren. Für die Zeit, bis der Stollen reif ist, gibt es in den nächsten Tagen Plätzchen und anderes vorweihnachtliches Gebäck. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Christstollenkonfekt - zum Affen gemacht

Christstollen mal anders: Monkey Bread

Christstollen mal anders: Monkey Bread

Die Küche ruht in diesen Wochen nur dann, wenn ich mich gerade anderen vorweihnachtlichen Aktivitäten widme, wie beispielsweise Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkten, der Organisation von Weihnachtsgeschenken oder ähnlichen Vorbereitungen der heraneilenden Feiertage. Die Zeit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest kann ich aber nicht ohne ein Gebäck vorbeiziehen lassen, das für mich fest mit der Adventszeit verbunden ist: Christstollen.

Typischerweise wird Stollen aus einem schweren Hefeteig hergestellt, es gibt aber auch einige Varianten aus Rührteig. Aber egal welcher Teig, ein Stollen ist immer wunderbar aromatisch und "randvoll" mit getrockneten Früchten, Nüssen, Marzipan oder Mohn. Normalerweise bekommen wir so ein herrliches Exemplar in jedem Jahr pünktlich zum ersten Advent von der Oma geschenkt. Aber in diesem Jahr wollte ich mal etwas Neues ausprobieren: Christstollenkonfekt auf amerikanische Art – sozusagen: Monkey Bread!

Dieses Monkey Bread ist randvoll mit köstlichen Weihnachtsaromen

Dieses Monkey Bread ist randvoll mit köstlichen Weihnachtsaromen

Monkey Bread (Affenbrot) ist ein in den USA weit verbreitetes Hefeteiggebäck, bei dem kleine Teigkugeln, bevor sie in die Backform wandern, in Butter und einer Zuckermischung oder Karamell gewendet werden. Ein herrliches Aroma verteilt sich beim Backen in der ganzen Wohnung und die Teigkugeln sind sehr saftig und super lecker! Den Christstollenteig werde ich - im Monkey Bread style - zu walnussgroßen Kugeln formen, diese in geschmolzener Butter und feinem Vanillezucker wenden und anschließend in einer Gugelhupf-Form backen.

Zutaten für den Teig

  • 120g Butter
  • 1 Ei
  • 80g Rohrzucker
  • 1 Tl Vanillepulver
  • 175g Magerquark
  • 350g Weizenmehl
  • 2 Tl Backpulver oder 1 Tl Backpulver und 1 Tl Natron
  • 1 - 1,5 Tl Stollengewürz
  • 75g Rosinen
  • 75g Zitronat und Orangeat zu gleichen Teilen
  • 60g gestiftete Mandeln

Zutaten für den Überzug

  • ca. 100g Butter
  • ca. 8 El feinen Zucker
  • 2 Tl Vanillepulver
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Einen Tag bevor das Monkey Bread gebacken werden soll, weiche ich die Rosinen in Wasser ein und lasse sie im Kühlschrank stehen.

Wenn es losgeht, eine Gugelhupfform vorbereiten und bereit stellen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Die Rosinen abtropfen lassen. Aus den Zutaten für den Stollenteig bis zum Gewürz einen Teig zubereiten. Der Teig ist relativ fest, so dass sich die Knethaken empfehlen.

Die einzelnen Teigkugeln einfach mit den Fingern aus dem Monkey Bread herauslösen

Die einzelnen Teigkugeln einfach mit den Fingern aus dem Monkey Bread herauslösen

Das Zitronat und Orangeat fein hacken und zusammen mit den Rosinen und den Mandeln unter den Teig kneten und daraus walnussgroße Kugeln formen. Die Butter für den Überzug schmelzen und in einem tiefen Teller bereit stellen. Den Zucker mit dem Vanillepulver in einem tiefen Teller mischen und ebenfalls bereit stellen. Nun werden die Teigkugeln erst in der Butter und anschließend im Zucker gewendet. Die Kugeln locker in der Gugelhupfform schichten.

Aromatischer Teig trifft Rosinen, Orangeat und Zitronat

Aromatischer Teig trifft Rosinen, Orangeat und Zitronat

Das Christstollen-Moneky-Bread für ca. 20 Minuten im Ofen backen. In der Form auskühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestäubt servieren. Das Moneky Bread schmeckt am besten, wenn es noch etwas warm ist. Man bricht sich einfach die einzelnen Stücke aus dem Kuchen und isst sie direkt aus der Hand. Ein idealer Picknickbegleiter ist das Gebäck auch.  Aber auch kalt ist das Monkey Bread noch ein Genuss. Die Reste können einfach in Stücke zerteilt und in einer Plätzchendose trocken gelagert werden.

Guten Appetit!

Guten Appetit!

Habt eine köstliche Vorweihnachtszeit! Viel Spaß beim Ausprobieren.